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Die 10 wichtigsten Hinweise zur Überwinterung für Palmen, Yuccas & Co.

Winterschutz Palmen


Unbeschadet durch die kalte Jahreszeit

Ein zentrales Element für die erfolgreichen Kultivierung von Exoten in hiesigen Gefilden stellt zweifellos die Überwinterung dar. Deswegen bitte nicht erschrecken, wir haben dieses Thema nachfolgend recht ausführlich behandelt. Oftmals ist der zu betreibende Aufwand jedoch sehr gering, vor allem wenn man einmal die passenden Materialien parat hat. Wir haben hier vieles niedergeschrieben was wir in langen Jahren als privater und beruflicher Exotenfreund gelernt haben. Wichtig: alle Angaben beziehen sich auf eine Auspflanzung im Garten. Eine Überwinterung im Topf ist manchmal etwas schwieriger, da auf möglichst durchgängige Frostfreiheit des Topfes geachtet werden sollte (Isolierung). Ausnahmen hierzu bilden beispielsweise manche winterkahlen Pflanzen sowie auch Yuccas & Co., die im Winter lieber trockener stehen (und trotzdem nicht komplett ohne Wasser klarkommen). Ihnen macht es weniger aus wenn sie durch Dauerfrostperioden temporär vom Wasser abgeschnitten sind. Bei den meisten Arten sollte man im Topf aber immer ein Auge auf den Feuchtigkeitsgehalt haben – die Pflanzen sollen zwar nicht ertränkt werden, da die meisten im Winter weniger Wasser benötigen, sie benötigen aber dennoch Wasser, Gerade bei Immergrünen ist das umso wichtiger, da sie vermehrt Feuchtigkeit über ihre Blätter abgeben. Insofern in trockenen Zeiten oder bei sonnigem Standort darauf achten entsprechend zu gießen. Ist der Topf vor dem Durchfrieren gesichert, riskiert man dabei auch keinen beständigen Eispanzer rund um die Wurzeln.

Wir haben übrigens weiter unten auf dieser Seite auch nochmals ganz konkret einzelne Winterschutzprodukte aufgeführt, die wir empfehlen können: Somit muss man sich nicht alles selber zusammensuchen.

Überwinterung Hanfpalme


Allgemeine Hinweise (spezifische Hinweise folgen weiter unten):

  1. Die Wahl des Standortes entscheidet oftmals schon ob Ihre Pflanze im Winter überhaupt geschützt werden muss und wenn ja, wie stark. Ein warmes Mikroklima kann hier schon wahre Wunder bewirken. Als Exotenbesitzer mit mäßiger Kältetoleranz wird man zumeist nicht darum herum kommen im Winter die Wettervorhersagen zu überprüfen.
  2. Der Winterschutz ist zumeist nur für ein paar Wochen im Jahr anzubringen
  3. Der Zeitaufwand beträgt dafür oftmals weniger als 1 Stunde, vor allem sobald man geübt ist und die notwendigen Materialien parat hat.
  4. Die meisten Exoten erfreuen uns auch im Winter mit ihrem grünen Blätterkleid. Dies hat aber auch zur Folge, dass sie Wasser verdunsten und dies über ihr Wurzelsystem wieder aus dem Boden nachführen müssen. Ist der Boden tief gefroren kann dies zum Problem werden (Frosttrocknis). Man sollte also auf die Erde um den Stamm herum bzw. im Wurzelbereich rund 20 cm Rindenmulch auftragen oder aber für einen anderen thermischen Schutz z.B. durch Kokosmatten o.ä. sorgen. Die Pflanze sollte auch im Winter unbedingt gegossen werden. Wassermangel, sei es durch zu wenig Regen/Gießen bzw. zu langem Frost im Boden stellt einen der häufigsten Faktoren für Winterschäden dar. Ausnahmen hierzu sind z.B. Yuccas und Agaven, die gerne trockener stehen. Hier wird normalerweise auch kein Wurzelschutz benötigt.
  5. Das Mulchen bzw. der Wurzelschutz hat aber noch einen anderen Sinn: die Wurzeln z.B. mancher Palmenarten vertragen nicht ganz so viel wie die Blattzellen. Gut isoliert wird dies aber so gut wie nie zum Problem.
  6. Die angegebenen Minimal-Temperaturen sind die Grenzwerte, die die jeweilige Pflanzenart zumeist überlebt. Schäden, vor allem an den Blättern können unter Umständen jedoch schon ein paar °C darüber auftreten - es ist also darauf zu achten den Winterschutz rechtzeitig anzubringen und nicht die Tiefstwerte abzuwarten. So sollte man z.B. bei Hanfpalmen die -17 °C überleben, bereits ab ca. -10 bis -12 °C schützen. Ab ca. -12 °C können Blattschäden an diesen Palmen auftreten, das Palmenherz, der Vegetationskegel übersteht – auch aufgrund seiner geschützten Lage kurzfristige Temperaturen von -17 °C. Generell sollte angestrebt werden die Temperaturen an der Palme nicht weit unter -12 °C sinken zu lassen, damit die komplette Krone ohne größere Blattschäden durch den Winter kommt. Dieses Prinzip des rechtzeitigen Schutzes vor dem Erreichen kritischer Temperaturwerte kann ebenso auf alle anderen Pflanzen angewendet werden.
  7. Zumeist besteht der Schutz bei vielen Pflanzen idealerweise aus einem doppelten Vliessystem mit Reißverschluss oder auch anderen Dämmschichten und/oder Luftpolsterfolien, die je nach Aufwand direkt um die Pflanze oder um ein vorher um die Pflanze herum aufgebautes Gestell (z.B. aus Dachlatten) gewickelt werden. Dies bewirkt ein größeres Luftvolumen, mehr Luftzirkulation und damit bessere Chancen unbeschadet durch den Winter zu kommen. Generell muss oftmals die komplette Pflanze geschützt werden, also Wurzeln, Stamm und Krone. Sollte man ein einfaches Holzgestell wählen, so kann man die Seiten auch mit dickerem Dämmmaterial wie beispielsweise Styrodurplatten beplanken und als Deckel eine Plexiglasscheibe, eine Doppelstegplatte oder eine dicke Luftpolsterfolie wählen. Dieser unbeheizte Schutz fängt recht zuverlässig die Kältespitzen mancher, vor allem klarer Nächte mit ihrer hohen Strahlungskälte ab. Er muss aber unbedingt, vor allem wenn er luftdicht mit Luftpolsterfolie erstellt wurde, regelmäßig gelüftet werden damit die unter ihm entstehende Feuchtigkeit entweichen kann! Bleiben die Temperaturen beispielsweise konstant im zweistelligen Minusbereich, so sollte der Wärmeschutz verstärkt werden. Bitte bedenken dass er unbeheizt auch nur einige °C abfangen kann. Ein Schutz macht aber wie zuvor erwähnt auch schon immer wegen der Strahlungskälte Sinn: so können beispielsweise bei -15 °C Außentemperatur in klaren Nächten durch die Abstrahlung ins All schon rund -20 °C auf den Blattoberflächen herrschen. Hier sorgt jedes Material das oberhalb der Blätter angebracht wurde für Abhilfe. Sollte man einen Winterschutz mit Vlies wählen, so muss dieser regelmäßig gelüftet werden. Am besten verlässt man sich dabei nicht auf eine Schicht, sondern wählt idealerweise mind. zwei. Somit wird auch verhindert dass Blätter direkt an der Außenhaut des Schutzsystems anliegen und schneller Schäden bekommen. Ein Vlies reduziert übrigens auch die Gefahr von Spannungsrissen an den Rinden gerade manch jungen Baumes
  8. Achten Sie unbedingt darauf Pflanzen mit angebrachten Winterschutz regelmäßig zu gießen! Das Schutzsystem kann sich bei Sonnenschein auch an kalten Tagen stark aufheizen und die Pflanzen dementsprechend viel Wasser verdunsten. Sie müssen diese aus den Boden nachführen können.
  9. Ganz wichtig: schließen Sie den Winterschutz nur an Tagen, an denen die absolut nötig ist! Deswegen ist ein System mit doppelten Vlies (einfach zwei mal den gleichen Vliessack kaufen) so bedienungsfreundlich. Unter dem geschlossenen Schutz kann es Pflanzen schnell zu warm werden und die Pflanzen nehmen an es wäre schon wieder Frühling – dies senkt dann bedrohlich die Winterresistenz! Bitte immer gut schützen, aber nur dann wenn es nötig ist.
  10. Sinken die Temperaturen in einen Bereich der schwere Blattschäden oder Totalschäden befürchten lässt oder aber hält eine starke Dauerfrostperiode länger an, so sollte über eine zusätzliche, schwache Beheizung nachgedacht werden. Am besten geeignet sind dafür selbstregulierende Pflanzenheizkabel. Die Stromaufnahme ist dabei zumeist sehr gering und die Stromkosten belaufen sich in den meisten Fällen pro Jahr und je nachdem wie oft geheizt wurde auf ein paar Cent bis max. ein paar Euro. Vor allem wenn man sie nur an den kältesten Tagen im Jahr anstellt. Mit einer Heizung erhöht sich jedoch auch nochmals der Wasserbedarf.
Überwinterung Olivenbaum


Für den Fall der Fälle

Sollte beispielsweise eine Palme nach dem Winter doch einmal schwere Schäden (z.B. durch mangelnden Schutz oder zu wenig Wasser) davongetragen haben, so sollte man sie auf keinen Fall vorschnell aufgeben! Oftmals zeigen sich auch nach einem Totalverlust der Blätter ab Mai die ersten neuen Triebe. Manchmal kann dies sogar über ein Jahr dauern und die Palme fängt dann wieder an zu wachsen. Am besten kontrolliert man in regelmäßigen Abständen vor allem nach dem Winter immer mal wieder die mittleren Speere/Triebe. Sollten diese auf ein leichtes(!) Ziehen hin abreißen und aus dem Stammende zu ziehen sein, so hat im Vegetationskegel ein Fäulnisprozess begangen, der schnellstens mit einem Fungizid behandelt werden muss.  Bitte aber nur ganz sanft ziehen! Eine weitere Methode um Wachstum im Frühjahr festzustellen ist es entlang der Triebe in der Mitte der Krone mit einem wasserfesten Stift eine waagrechte Linie über alle neuen Triebe/Blätter zu ziehen. Anhand von Verschiebungen sieht man dann innerhalb von Tagen oder spätestens Wochen ob ein Wachstum stattfindet.

Ergänzende, spezifische Hinweise

Palmen - die meisten Hinweise auf dieser Seite gelten für fast alle Palmen im Freiland. Vertreter die etwas trockener stehen sollten sind in den einzelnen Pflanzenbeschreibungen gekennzeichnet. Genannt seien hier die Blaue Nadelpalme Trithrinax campestris sowie die Mazari-Palme Nannorrhops ritchiana. Diese beiden Vertreter sollten im Winter einen Regenschutz bekommen und bei Freilandkultur während der kältesten Monate nicht gegossen werden (im Topf sehr selten gießen).

Wüstenpflanzen: Brauchen oftmals keinen thermischen Schutz, jedoch einen einfachen Regenschutz von November-Februar. Dieser kann aus kleinen Plexiglasdächern, Schirmen oder ähnlichem Material bestehen. Es geht primär darum den Nässeeintrag in der Krone zu minimieren. Stehen die Pflanzen auf einem wasserdurchlässigen Substrat, ist Regen für die Wurzeln zumeist kein großes Problem. Sollte das Exemplar bereits älter und verzweigt sein, so sollte bei viel Niederschlag darauf geachtet werden, dass die Stammverzweigungen recht schnell wieder trocknen, damit sich keine Fäulnis bilden kann. Bei Bedarf kann man dies verbessern, indem man die Yucca an diesen Stellen von den alten Blättern entfernt und sich somit dort nicht so viel Feuchtigkeit halten kann. Bei Topfkulturen wird die Überwinterung im Außenbereich umso einfacher, je größer der Topf und damit die vorhandene Wurzelmasse ist. 

Winterschutz Yucca

Magnolien: brauchen je nach Standort und Sorte keinen Winterschutz. Falls die Kältetoleranz doch durch ein kalten Standort in Gefahr ist am besten auch mit Vlies ähnlich wie bei Palmen schützen. Kleine Pflanzen eher schützen. Topfkulturen kühl, aber nicht im Außenbereich überwintern, es sei denn es handelt sich um sehr große Kübel.

Bambus: braucht je nach Sorte in vielen Regionen keinen Schutz, sollten aber auch im Winter gegossen werden. Überwinterung ausgepflanzt oder in sehr großen Kübeln, die die meiste Zeit frostfrei bleiben müssen, um die Wasseraufnahme nicht zu gefährden. Keine Innenraumüberwinterung, da Luftfeuchte für Bambus meist zu gering. Bodenbereich kann im Winter zur Dämmung und damit zur besseren Wasseraufnahme mit Rindenmulch bedeckt werden.

Überwinterung Bambus

Koniferen: brauchen je nach Sorte in vielen Regionen keinen Schutz, sollten aber gerade als kleine Pflanze auch im Winter ab und zu gegossen werden. Als Kübelpflanze im Außenbereich nur bei sehr großen Kübeln möglich.

Fruchtpflanzen: je nach Sorte und Standort ist kein thermischer Schutz nötig. Bei kälteempfindlicheren Varianten kann der Schutz oftmals ähnlich wie bei Palmen ausfallen.

Olivenbäume brauchen es im Winter kühl (unter +15 °C) und hell. Am besten also lange oder sogar dauerhaft draußen stehen lassen und erst ab ca. -12 °C oder bei sehr langen Dauerfrostperioden schützen. Sobald es nicht mehr garstig kalt ist ist der Schutz wieder zu entfernen. Können auch in sehr großen Kübeln außen überwintert werden.

Weinreben sollten immer sonnig gepflanzt werden, das vereinfacht die Überwinterung enorm. Außerdem ist es von Vorteil eine möglichst frostharte Sorte zu wählen, glücklicherweise ist hier die Auswahl an verfügbaren Sorten riesig. Ein Schutz mit Rindenmulch oder Vlies sollte nur selten notwendig werden.

Überwinterung Wagnersche Hanfpalme


Ganz konkret - Empfehlung zur Anbringung eines doppelten Winterschutzvlieses an einer Hanfpalme (und auch an vielen anderen Exoten):

Idealerweise besteht das Überwinterungssystem für Hanfpalmen bei starkem Frost immer aus einem doppelschichtigen Schutz im kompletten Palmenbereich. Alternativ dazu natürlich auch mit einem professionellen Komplettsystem (auf der verlinkten Seite in Größe 'M') das modular erweiterbar ist. Diese Systeme werden nur temporär während kalter Phasen angebracht.

Dementsprechend also z.B. aus zwei dick gedämmten Vliessäcken mit ausreichenden Abmessungen inkl. Reißverschluss und zusätzlichen Zuziehbändern.
Bei leichtem bis mäßigen Frost je nach Wetterlage z.B. oftmals ab Anfang Dezember sollte der erste Vliessack verwendet werden. Damit dieser nicht direkt auf den Blättern liegt kann beispielsweise ein Stab oder Stecken längs am Stamm festgeschnallt werden, der die zusammengebundenen Blätter überragt. Der Stab wird dabei am besten mit mehreren Bändern an den Stamm geschnallt. Bitte nicht mit zu starkem Zug im obersten Stammbereich harsch festzurren, da der Stamm hier weicher ist und das Palmenherz in der Nähe sitzt. Damit ist der höchste Punkt für den Vliessack generiert und die Blätter bekommen kaum Last ab, sobald der erste Vliessack über der Palme angebracht ist. Der Auflagepunkt des Sackes auf dem Stab sollte gut abgepolstert werden, damit dieser das Vlies bei Wind nicht aufscheuert. Die Blätter der Palme können vorab zusammengebunden werden, z.B. auch gegen den Stab der zuvor an die Palme geschnallt wurde. Der Vliessack muss die komplette Palme einfassen und im Bodenbereich überlappen. Er kann z.B. mit Steinen oder über Ösen am Boden befestigt werden.

Sofern es nicht zu kalt ist sollte der Reißverschluss des Hauptvliessacks zur Durchlüftung immer offen sein, erst wenn es sehr kalt wird sollte der Schutz temporär geschlossen werden. Dies hat auch die extrem wichtige Bewandtnis die Palme im Winter nicht zu überhitzen. Ist der Vliessack geschlossen kann es darunter so warm werden, dass der Palme bereits Frühjahr suggeriert wird und sie entweder wieder anfängt auszutreiben oder versucht vermehrt Wasser aus dem Boden zieht, was bei gefrorenen Boden zu Trockenheitsschäden an der Palme führen kann. Beides kann eine erfolgreiche Überwinterung gefährden.

Wenn es im Bereich schweren Frosts mit befürchteten Schäden für die Palme geht, kann über den ersten Vliessack der zweite Vliessack angebracht werden. So geschützt liegen die Blätter nicht mehr an der äußeren thermischen Hülle an, was die Gefahr von Blattschäden deutlich reduziert. Hierfür ist es hilfreich die Blätter vorher zusammengebunden zu haben. Anschließend werden beide Vliese über die Reißverschlüsse geschlossen. Wenn es wieder wärmer wird sollte einer der beiden Vliessäcke entfernt werden. Die Pflanze bekommt dann wieder mehr Licht im Inneren ab. Wenn beide Vliessäcke exakt übereinanderliegen können sie mit geöffneten Reißverschlüssen jedoch auch über der Palme verbleiben, sofern diese genug Luft und Licht bekommt.

Zu langes Durchfrieren des Bodens und damit eine zu geringe Wasseraufnahme können ein Problem darstellen. Es macht also Sinn eine 10-20cm dicken Schicht aus Rindenmulch, Pflanzenvlies, Kokosmatten, o.ä. auf dem Boden anzubringen, um eine gewisse Dämmung zu erreichen. Bei Topfkulturen sollte über eine zusätzliche Topfdämmung nachgedacht werden.

Wer ganz sicher gehen möchte kann in sehr kalten Phasen auch ein passendes Pflanzenheizkabel anschließen. Steht die Pflanze sehr im Wind macht es Sinn den Vlies zusammenzubinden, um die Angriffsfläche zu verringern.

Abschließend nochmals der Hinweis unbedingt regelmäßig zu gießen, da Palmen als immergrüne Pflanzen auch im Winter ausreichend Wasser benötigen.

Zusammengefasst

Ein Vlies sollte im Winter angebracht werden und die meiste Zeit offen bleiben, um ausreichend Luftaustausch zu gewährleisten und ein zu großes Erhitzen des Kronenbereichs zu verhindern - Hanfpalmen brauchen eine kühle Überwinterung. Erst wenn es sehr frostig wird sollte das System kurzfristig geschlossen werden. Bei sehr strengem Frost mit einem zusätzlichen Vliessack. Der Vliessack sollte außerdem bei Wind zusammengebunden werden. Bei Kübelpflanzen muss der Topfbereich je nach Kälte und Dauerfrostdauer evtl. zusätzlich gedämmt werden.


Empfehlenswertes Zubehör:

Das professionelle Winterschutzzelt von Biogreen eignet sich hervorragend für die Überwinterung von Exoten. Entweder als statisches Zelt oder aber erweiterbar in der Variante M: für diesen Typ gibt es 1m lange Erweiterungsmodule, womit das Schutzsystem an die Pflanzengröße angepasst werden und im Laufe der Jahre mitwachsen kann (siehe auch nachfolgendes Produkt).

Erweiterungsmodul für das zuvor aufgeführte System, durch die mitwachsende Konstruktion genial vielseitig

Spezielles Pflanzenheizkabel, dass sich selber reguliert. Eine tolle Absicherung für den Fall der Fälle, sollte man immer in der Hinterhand haben.

Topfkulturen brauchen im Winter immer einen Schutz, sofern es sich nicht beispielsweise um Yuccas oder Agaven handelt, die im Winter wenig Wasser benötigen. Die meisten anderen Pflanzen müssen an Wasser kommen und sind durch durchfrierende Töpfe stark gefährdet.

Dick rund um den Stamm aufgetragener Rindenmulch eignet sich sehr gut zur Isolation des Wurzelbereichs. Es wird Wärme und Feuchtigkeit gespeichert. Bei nässeempfindlichen Pflanzen ist eher eine Kokosmatte erste Wahl.

Kokosmatten isolieren prächtig und lassen sich vielseitig zuschneiden.

Sehr dünnes Gartenvlies mit begrenztem Dämmwert. Eher als Zusatz zu bestehen Systemen oder Hauptvliesen einzusetzen.

Sehr guter Vliessack mit gigantischen Abmessungen. Besitzt ein dickes Gewebe, sowie einen Reißverschluss zum schnellen Öffnen bei steigenden Temperaturen. Eignet sich z.B. auch prima als Hautpvliessack eines doppelten Schutzsystems im Zusammenspiel mit einem weiteren, einfachen Vlies (z.B. Gartenvlies) für sehr kalte Witterungsphasen. Der zweite Vlies wird dann nur temporär innerhalb dieses Vliessacks um die Krone gewickelt.

Guter Vliessack für kleinere Pflanzen. Recht günstig und kann für bessere Dämmwerte auch doppelt genommen werden. Sollte aber auf jeden Fall regelmäßig gelüftet werden, sonst kann sich Schimmel bilden. Nur anbringen wenn es die Kälte erfordert.

Wurzelschutzmodul z.B. für Palmen. Ist dick gedämmt und eignet sich prima um den Wurzelbereich zu isolieren. Ist allerdings recht wasserabweisend, es muss also eventuell zugegossen werden, damit die Pflanzen auch während der Zeit des angebrachten Wurzelschutzmoduls ausreichend Feuchtigkeit zugeführt bekommen.

Pfiffige Lösung für Yuccas im Winter, die der Autor auch selber im Einsatz hat: solch ein durchsichtiger Regenschirm eignet sich sehr gut als Regenschutz für die kältesten Monate bei Yuccas! Der Schirm kann entweder in die Erde gesteckt, oder am Stamm bzw. einem Stock befestigt werden. Gegen Windlast kann man ihn einfach mit Schnur oder Draht abspannen. Sieht klasse aus und ist sehr effizient.