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Fargesia robusta Campbell - die 10 wichtigsten Kauf- und Pflegehinweise

Alle Infos auf einer Seite: Kurzcharakteristik, Steckbrief, Pflanzstandort, Erde, Pflanzung, Bewässerung, Düngung, Pflege, Überwinterung & empfehlenswerte Händler.

Kurzcharakteristik: Nahezu der perfekte Bambus. Fargesia robusta Campbell ist ein horstbildender, 5-7m hoher Bambus mit dichter Belaubung und für Fargesien nahezu einzigartigen Wuchs. Die großen Horste wachsen dicht - ältere Halme sind auch im Gegensatz zu anderen Fargesiensorten sehr aufrecht - und können Durchmesser von mehreren Metern erreichen, weswegen diese Art auch prima als Sichtschutz gepflanzt werden kann. In Solitärstellung kommt ihr beeindruckender Wuchs natürlich ebenfalls toll zur Geltung. Großer Vorteil gegenüber ausläufertreibenden Bambusarten ist die Horstbildung des Rhizoms bei Fargersien - man benötigt keine Rhizomsperren, da sich diese Art nicht unkontrolliert im Garten ausbreitet. Schnittverträglich und kann im Gegensatz zu anderen Fargesien auch sonnig gepflanzt werden. Sehr kälteresistent. Und, diese Fargesienart bekommt mit zunehmenden Alter dicke Halme! Endlich also eine Fargesia, die ähnlich spektakulär wie ein ausläufertreibender Bambus ist, ohne aber dessen Nachteile zu haben.

Steckbrief:  

  • zur Auspflanzung geeignet (Temperaturminimum beachten)
  • Absolutes Temperaturminimum: -22 °C (vor tieferen Temperaturen muss die Pflanze zwingend geschützt werden)
  • Empfohlener Winterschutz ab spätestens -18 °C. Bitte beachten Sie die Hinweise unter 'Winterschutz'
  • Von langjähriger Topfkultur sollte abgesehen werden, Bambus gehört schon aufgrund des großen Platzbedarfs ins Freiland. Ausnahmen bilden sehr voluminöse Kübel und ein eher mildes Klima mit gleichmäßiger Bewässerung
  • Maximale Wuchshöhe: selten mehr als 7m
  • Bewässerung: hoch
  • Bodenbeschaffenheit: anspruchslos
  • Lichtbedarf: halbschattig-sonnig
  • Nährstoffbedarf: mittel-hoch

Pflanzung: Dieser Bambus ist generell ein recht anspruchsloser Zeitgenosse, vor allem hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit. So wächst er in den meisten Böden, sofern sie humushaltig sind. Wer dennoch spezielle Bambuserde verwenden möchte der wird hier fündig. Trotz seines recht hohen Wasserbedarfes ist Staunässe schädlich, stark wasserhaltige Lehmböden müssten mit Sand, Split, Kies o.ä. aufgelockert werden, hier könnte es sich sogar empfehlen eine tiefere 20-30 cm starke Drainageschicht aus grobem Kies zu verlegen. Bei sehr sandhaltigen Böden z.B. in Küstennähe kann es sinnvoll sein diese mit Gartenerde zu vermischen, um dem Boden eine gewisse Wasserhaltefähigkeit und Nährstoffspeicherung zu ermöglichen. Bei den meisten Gartenböden ist solch eine Vorbereitung allerdings nicht notwendig und der Bambus kann direkt gepflanzt werden. Achten Sie dabei darauf nicht zu tief zu pflanzen. Am besten nehmen Sie die Höhenkante des Bambus im bisherigen Topf als Oberkante der Pflanzung. Auch wenn dieser Bambus horstartig wächst und keine meterlangen Ausläuferstränge durch den Gartenboden treibt, so verbreitert auch er sich sukzessive indem sein Horstdurchmesser zunimmt. Das vereinnahmte Gebiet kann dann durchaus einige m² betragen, der Flächenbedarf zählt zu den größten unter den Fargesien. Dem sollte mit genügend Platz an der Pflanzstelle Rechnung getragen werden. Er benötigt zwar weniger Platz als wie z.B. ein Phyllostachys, etwas Freiraum sollten Sie ihm allerdings zugestehen. Sollten Sie den Bambus als Sichtschutzhecke pflanzen wollen, so sollten die einzelnen Pflanzen nicht so dicht beieinander stehen. Ein Pflanzabstand von 1m sollte dabei nicht unterschritten werden, es sei denn es ist wichtig dass die Hecke sehr schnell geschlossen wirkt.

Pflege: Bambus hat einen hohen Wasserbedarf, mitunter kann es also sein dass er im Sommer also recht oft gegossen werden muss. Als immergrüne Pflanze ist auch dem Wasserbedarf im Winter Rechnung zu tragen und es muss auch hier ab und zu gegossen werden. Wassermangel erkennt man oftmals auch an eingekringelten Blättern. Bei großer Kälte oder in großer Hitze ist dies aber auch bei ausreichender Wässerung ein normales Erscheinungsbild, da die Pflanze damit die Wasserverdunstung verringert. Der hohe Wasserbedarf geht einher mit einem hohen Bedarf an Nährstoffen, regelmäßiges Düngen ist also sinnvoll. Achten Sie bei der Wahl des Düngers auf eine ausreichende Stickstoffkonzentration, wie z.B. bei diesem Bambus-Dünger. Die meisten Bambusarten wie auch Fargesien sind sehr tolerant, was ein Rückschneiden betrifft. Es ist also problemlos möglich Halme zu kürzen oder zu entfernen. Es sollte jedoch darauf geeignet werden, dass die Halme bereits Blätter gebildet haben. Dann wächst der einzelne Halm nicht mehr weiter, verdichtet aber evtl. seine Blattstärke am verbliebenen Halm. Das Wachstum ist dabei sehr abhängig von den Umweltbedingungen. Als Faustregel gilt dass sich Bambus etwa um 50 % pro Jahr erhöhen kann. Ein ein Meter hohes Exemplar schafft also beispielsweise unter günstigen Bedingungen anderthalb Meter im nächsten Jahr. Fargesien eignen sich nur bedingt als Topfpflanzen, da zum einen der Platz oftmals recht beengt ist, zum anderen die Gefahr des Topfdurchfrierens im Winter und damit des Verdurstens der Pflanze recht hoch ist. Ausnahmen bilden erdmassereiche Kübel bzw. Hochbeete. Zwei weitere Anmerkungen: Sollten Sie einmal neue Triebe bzw. Rhizome abstechen wollen, so werfen Sie diese niemals auf den Kompost sondern gleich in den Müll. Mit etwas Pech kann es ansonsten sein dass sich der Bambus in Ihrem Komposthaufen ausbreitet. Bedenken Sie außerdem, dass sich Bambus bei Sturm, Regen oder Schnee nach unten biegen kann und es somit Probleme mit Grenzpflanzungen geben kann. Hier kann ein Holzgerüst helfen, damit der Bambus z.B. nicht auf dem Nachbargrundstück hängt.

Winterschutz: In den meisten Regionen sollte diese Bambussorte ohne Winterschutz durch unsere Winter kommen. Trotzdem empfehlen wir einen Blick auf unsere allgemeine Seite zum Thema WINTERSCHUTZ. Wenn Sie die dortigen Hinweise beachten sollten Sie gut gerüstet sein und langfristig Freude mit Ihrem Bambus haben.


Empfehlenswerte Händler:

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