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Yucca thompsoniana - die 10 wichtigsten Kauf- und Pflegehinweise

Alle Infos auf einer Seite: Kurzcharakteristik, Steckbrief, Pflanzstandort, Substrat, Pflanzung, Bewässerung, Düngung, Pflege, Überwinterung & empfehlenswerte Händler.


Kurzcharakteristik

Yucca thompsoniana ist eine schöne, stammbildende Art mit grünlich-bläulicher Krone. Ältere, mehrjährig unberührte Exemplare können regelrecht kugelrunde Kronen ausbilden. Am Naturstandort bilden abgestorbene Blätter einen langes Kleid unterhalb der Krone entlang des Stammes - diese Blätter können jedoch auch abgeschnitten werden, je nachdem welche Optik man als reizvoller empfindet. Im Gegensatz zu Yucca rostrata sind die Blätter und Kronen zumeist etwas härter, kleiner und fallen etwas weniger opulent aus. Die Pflanze ist in Texas und im nördlichen Mexiko beheimatet und benötigt wie nahezu alle Yuccas nur wenig Wasser. Sie trotzt der Kälte bis zu ca. -20 °C, benötigt in unseren Breitengraden jedoch einen einfachen Regenschutz im Winter und gut drainierte, mineralische Böden, damit die Pflanze während der Vegetationspause keinen zu hohen Feuchteeintrag erhält.

Steckbrief

  • zur Auspflanzung geeignet (Temperaturminimum beachten)
  • Absolutes Temperaturminimum: -20 °C (vor tieferen Temperaturen muss die Pflanze zwingend geschützt werden)
  • Empfohlener thermischer Winterschutz ab spätestens -17 °C. Bitte beachten Sie die Hinweise unter 'Winterschutz', einfacher Regenschutz im kompletten Winter.
  • In Topfkultur Eignung als Terrassen- oder Balkonpflanze mit kühler oder warmer Überwinterung (hell). Verträgt auch außen im Topf stehend kräftigen Frost. Je größer der Topf, desto näher kommt man der Kälteresistenz ausgepflanzter Exemplare
  • Eignung ebenfalls zur dauerhaften Kultur im hellen, überkopfverglasten Wintergarten/Atrium mit kühler oder warmer Überwinterung
  • Maximale Wuchshöhe: selten über 5m
  • Maximaler Kronendurchmesser: bis zu ca. 1,5m pro Stamm
  • Bewässerung: niedrig, ausgepflanzte Exemplare benötigen keine zusätzlichen Wassergaben. Im Topf regelmäßig gießen, ab und zu auch im Winter
  • Bodenbeschaffenheit: mineralisch durchmischt, gut drainiert. geeignete Mischung siehe Abschnitt 'Pflanzung'
  • Lichtbedarf: sonnig
  • Nährstoffbedarf: gering-mittel, am besten mit einem dafür abgestimmten Yucca-Dünger (siehe unten)


Pflanzung

Der Standort sollte möglichst hell und sonnig sein, der Platzbedarf ausreichend. Sollte man in einer kälteren Region wohnen, so kann es sinnvoll sein die Pflanze an einem wärmeren Standort innerhalb des Gartens zu pflanzen. Idealerweise ist dieser wenig windexponiert, sonnig und recht nah an massereichen Objekten wie z.B. Steinflächen oder Häusern, die viel Wärmeenergie speichern. Aufgrund der großen Winterhärte können Yucca thompsonianas jedoch zumeist auch exponiert gepflanzt werden. Die Erde am Standort sollte möglichst gut drainiert, d.h. wasserabfließend sein, so dass keine größere Staunässe entstehen kann. Man verwendet also z.B. eine 50/50-Mischung. 50% bestehen dabei aus einem Spezialsubstrat (siehe unten)und 50% aus Sand, Kies, Split, o.ä. zur weiteren Auflockerung und damit zum besseren Wasserabfluss. Ist kein solches mineralisches Auflockerungsmaterial zuhause vorhanden, kann man sich beispielsweise auch einfach etwas Lavagranulat oder Kakteenerde (siehe unten) besorgen. Besteht die Gefahr dass die Yucca einen extrem hohen Wassereintrag abbekommt, so verlegt man am besten noch eine ca. 20-30 cm dicke Schicht aus grobem Schutt oder Kies am Boden des Pflanzloches und deckt diese mit einem wasserdurchlässigen Pflanzenvlies ab. Diese Kiespackung dient dann als Drainage für den Wurzelbereich der Yucca, der Vlies verhindert zu viel Materialeinschwemmung und damit die Unwirksamkeit der Drainageschicht. Eine Hanglage kann sich durch den natürlichen Wasserabfluss besser eignen als eine ebene Fläche, ist aber absolut kein Muss. Entgegen der landläufigen Meinung wachsen fast alle Yucca-Arten auch in gewöhnlicher Erde, wichtig ist nur der schnelle Wasserabfluss. Man kann Yuccas deswegen in Topfkulturen auch problemlos in reiner Spezialerde ohne zusätzliche Durchmischung kultivieren, sofern die Töpfe genügend Löcher am Boden zum Wasserabfluss besitzen. Man sollte jedoch darauf achten, dass sich in Untersetzern oder Übertöpfen kein Wasser längere Zeit am Boden staut.

Bei einer Freilandpflanzung sollte die Breite und Tiefe des Pflanzloches und damit auch des verbesserten Bodens ausreichend groß gewählt werden, also etwas größer als das bisher im Topf existierende Volumen. Die im Topf bestehende Oberkante sollte auch in der Freilandpflanzung die Oberkante darstellen. Das Pflanzloch sollte aber aus dem oben genannten Gründen etwas tiefer als der vorhandene Wurzelballen ausfallen und wie zuvor beschrieben mit einer Erde-Sand-Kies-Mischung versehen sein.

Wichtiger Hinweis: Bei der Pflanzung ist aus Gründen des Wurzelschutzes auch immer darauf zu achten den Wurzelballen samt Erde aus dem Topf möglichst unbeschadet in das neue Pflanzloch einzusetzen. Das hört sich einfach an, kann bei Yuccas aber manchmal ziemlich schwierig sein, da die Wurzeln mitunter recht zart sind. Man zieht die Yucca deswegen nicht gerade am Stamm nach oben aus dem Topf heraus und lässt den schweren Wurzelbereich mit seiner Erdmasse in der Luft hängen. Oftmals reißen dabei sehr viele Wurzeln oder sogar der komplette Ballen ab. Besser ist es die Yucca lieber langsam waagrecht liegend aus dem Topf zu ziehen und den Wurzelbereich z.B. mit den Händen abzustützen. Am besten macht man dies zu zweit. Yuccas sind zwar sehr regenerativ was das Wurzelsystem betrifft und so überleben sie zumeist auch einen Totalverlust der Wurzelmasse. Es kann dann jedoch zu deutlichen Schäden in der Krone kommen, da die zahlreichen Blätter der Krone nicht mehr über ein intakt vorhandenes Wurzelsystem versorgt werden können. Die Regeneration kann Jahre dauern, man sollte also evtl. geschädigte Yuccas niemals vorschnell aufgeben. Kleiner Tipp: gegebenenfalls kann nach der Pflanzung anfangs gegen Umkippen bei Sturm eine Stabilisierung mit einem geeigneten Material - z.B. einem stabilen Stock - nötig werden, bis sich die Pflanze fest verwurzelt hat.


Pflege

Äußerst anspruchslos, ausgepflanzt muss normalerweise weder zugegossen werden, noch vor Regen geschützt. Ausnahmen bilden Neupflanzungen, hier kann bei längerer Trockenheit zugegossen werden, da die Pflanzen noch kein großes Wurzelsystem ausbilden konnten. Gut wachsende Yuccas im Topf sollten regelmäßig gegossen werden. Düngergaben sind ausgepflanzt nicht zwingend notwendig, sie werden aber dankbar angenommen. Im Topf sollten Sie regelmäßig erfolgen. Für beide Kultivierungsfälle geeignet ist ein gezielt abgestimmter Yuccadünger (siehe unten). Im Winter ist ein Regenschutz für die Krone ratsam, z.B. aus einem durchsichtigen Schirm, einer Plexiglasplatte o.ä. Der Wurzelbereich darf zwar nass werden, sofern das Wasser dort auch wieder abfließen kann, die Krone sollte aber nicht permanent feucht sein, Wüstenpflanzen vertragen dies zumeist nicht sehr gut. Sollte das Exemplar verzweigt sein, so sollte bei viel Niederschlag darauf geachtet werden, dass die Stammverzweigungen recht schnell wieder trocknen, damit sich keine Fäulnis bilden kann. Bei Bedarf kann man dies verbessern, indem man die Yucca an diesen Stellen von den alten Blättern entfernt und sich somit dort nicht so viel Feuchtigkeit halten kann. Je größer die zu Verfügung stehende Erdmasse ist, desto größer und prachtvoller entwickeln sich normalerweise auch die Kronen. Es macht bei Topfkulturen also Sinn groß zu topfen. Achtung stupfig: wie bei den meisten Yuccas sind die Blätter sehr spitz und können bei unvorsichtiger Handhabe zu Verletzungen führen. Da Yucca thompsoniana beständig neue Blätter in der Kronenmitte bildet sterben ebenso viele Blätter am unteren Rand der Krone ab. Diese bilden ein sehr schönes, natürliches Blattkleid, das den Stamm schmückt. Wem dies nicht gefällt, der kann die Blätter auch zum Teil einkürzen bzw. abschneiden. Bitte jedoch nicht aus dem Stamm reißen, da die Blattbasen auch die Funktion haben dem Stamm etwas Schutz zu gewähren.

Yucca thompsoniana blüht zwar nicht jedes Jahr, wenn sie jedoch im Frühling blüht dann zeigen sich mächtige Blütenstände die durchaus 1-2 Meter groß werden können. Ist die Blüte auf ihrer gewünschten Höhe angelangt entfalten sich wie auch bei anderen Yuccaarten wunderschöne, glockenartige Blüten in reinem Weiß. Yuccabesitzer können sich also über dieses Spektakel freuen, müssen jedoch in Kauf nehmen dass die Krone im Anschluss oftmals dann für gewisse Zeit etwas gerupft aussieht. Erst nach Absterben des fast schon verholzt harten Blütenstandes schieben sich wieder langsam neue Blätter an der Blüte vorbei. Den alten Blütenstand kann man dann mit etwas Kraftaufwand und einer scharfen Gartenschere abschneiden. Leider entwickeln sich bei uns übrigens keine Samen aus den Blüten, da hierzulande die passende Yucca-Motte zur Bestäubung fehlt.

Winterschutz

Yucca thompsonianas kommen mit einem Regenschutz in den kältesten Monaten über der Krone zumeist prima durch unsere Winter. Wir haben diesem Themenbereich eine eigene, sehr ausführliche Seite gewidmet: Winterschutz. Wenn man die dortigen Hinweise beachtet ist man gut gerüstet um langfristig Freude mit den eigenen Yuccas zu haben.

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