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Granatapfelbaum Punica granatum - die 10 wichtigsten Kauf- und Pflegehinweise

Alle Infos auf einer Seite: Kurzcharakteristik, Steckbrief, Pflanzstandort, Substrat, Pflanzung, Bewässerung, Düngung, Pflege, Überwinterung & empfehlenswertes Zubehör.

Granatapfelbaum Punica granatum


Kurzcharakteristik 

Die Früchte von Granatäpfelbäumen muten dermaßen exotisch an, dass man für gemeinhin nicht vermuten würde dass sich dieser Exot auch in unseren Breitengraden auspflanzen ließe. Jedenfalls wenn man die richtige Sorte wählt (z.B. 'Provence'). Sorten die nicht ganz so winterhart sind können im Topf kultiviert und in ein Winterquartier mit Temperaturen zwischen 0-10 °C gestellt werden. Damit die Früchte hierzulande ausreifen muss die Pflanze sehr warm und sonnig stehen, da sich die Fruchtreife sehr lange hinzieht. Da der Baum nicht allzu ausladend wird eignet sich zumeist auch ein etwas beengter Standort.

Steckbrief

  • zur Auspflanzung geeignet (Temperaturminimum beachten)
  • Absolutes Temperaturminimum: je nach Sorte normalerweise zwischen -10 °C bis zu ca. -19 °C
  • Empfohlener Winterschutz je nach Sorte ab spätestens -5 C° bis -15 °C
  • In Topfkultur Eignung als Terrassen- oder Balkonpflanze mit kühler und heller Überwinterung (am besten 0-10 °C)
  • Maximale Wuchshöhe: sehr standortabhängig, zumeist zwischen 2-4m
  • Bewässerung: gering-mittel
  • Bodenbeschaffenheit: recht anspruchslos
  • Lichtbedarf: sonnig
  • Nährstoffbedarf: mittel, am besten mit einem geeigneten Granatapfel-Dünger


Granatapfelbaum Punica granatum


Pflanzung

Bei der Wahl der Pflanzstelle spielt neben ästhetischen Gesichtspunkten vor allem auch das Makro- und das Mikroklima eine wichtige Rolle. Der Granatapfelbaum sollte unbedingt einen möglichst sonnigen Standort im Garten bekommen und eine Pflanzung an einer windgeschützten, warmen Stelle im Garten kann die Überwinterung vereinfachen. Es vereinfacht außerdem die Fruchtausbildung und schützt vor Krankheitsbefall. Sollte die Pflanze exponiert und windig gepflanzt werden, so muss der Winterschutz evtl. etwas stärker ausfallen. 

Zur Pflanzung: Glücklicherweise wachsen Granatapfelbäume in den meisten Erden relativ problemlos (so reicht bei Topfkulturen normale Garten- bzw. Blumenerde ohne mineralische Durchmischung), Lediglich konstante Staunässe sollte vermieden werden. Deswegen empfiehlt sich bei Freilandpflanzungen zur besseren Drainage (also zum besseren Wasserabfluss) die Erde mineralisch zu durchmischen, z.B. mit Kies, Sand, Split o.ä.. Möglich ist auch die Pflanzung in Pflanzerde durchmischt mit natürlichen Perliten oder Lavagranulat. Wem dies zu aufwendig ist, der sollte einfach die vorhandene Erde am Standort kräftig umgraben und etwas mit Sand und lockerer Blumenerde aufbessern. Die Breite und Tiefe des Pflanzloches sollte demnach zwar in erster Linie der Größe der Pflanze und des Wurzelballens Rechnung tragen, es sollte aber lieber üppiger bemessen sein. Das Pflanzloch sollte also etwas tiefer als der Wurzelballen sein und mit lockerer Erde bis zur Unterkante des Wurzelballens aufgefüllt werden. Nach Einsetzen der Pflanze sind die freien Stellen rund um den Wurzelballen ebenfalls mit dem beschriebenen Substrat aufzufüllen. Die im Topf bestehende Oberkante der Erdschicht sollte auch in der Freilandpflanzung die Oberkante darstellen. Spezielle Drainageschichten unterhalb des Wurzelballens - z.B. aus mit Pflanzenvlies abgedeckten Kiesfilterschichten - sind nur bei schweren, sehr verdichteten Böden mit stehendem Wasser von Nöten. Gegebenenfalls kann bei sehr sandigen Böden eine Aufbesserung des Nährstoffspeichergehalts durch humose Durchmischung nötig sein. Achten Sie darauf den Wurzelballen samt Erde aus dem Topf möglichst unbeschadet in das neue Pflanzloch einzusetzen. Gegebenenfalls kann bei großen Exemplaren anfangs gegen ein Umkippen bei Sturm eine Stabilisierung mit einem geeigneten Material, z.B. stabiler Stock nötig werden, bis sich die Pflanze fest verwurzelt hat.

Granatapfelbaum Punica granatum


Pflege kompakt

Punica granatum ist ein recht genügsamer Zeitgenosse im Garten. In Topfkultur reichen ihm je nach Standort normale Wassergaben, er freut sich jedoch im Hochsommer und zur Fruchtbildung über eine reichhaltige Wasserversorgung (sofern das überschüssige Wasser auch wieder gut ablaufen kann). Ältere Pflanzen, die bereits einige Jahre im Freiland stehen müssen zumeist nicht mehr zugegossen werden. Der Nährstoffbedarf ist durchschnittlich und kann mit normalen Gaben eines geeigneten Granatapfel-Düngers problemlos sichergestellt werden. Wichtig für die Gesundheit der Pflanze ist ein Standort mit viel Sonne. Man wird auch nur so die Chance haben dass sich die sehr langsam ausbildenden Früchte bis zur Reife entwickeln. Sollte dies der Fall sein und sich die Schale rötlich-orange ausfärben, so kann man im Herbst die rissigen Früchte ernten.


Winterschutz 

Für die erfolgreiche Überwinterung eines ausgepflanzten Granatapfelbaums ist neben dem sonnigen und warmen Standort im Garten die Wahl der richtigen Sorte entscheidend. Empfehlenswert ist z.B. die resistente Sorte 'Provence', Ob trotzdem noch ein Vlies o.ä. nötig wird hängt von der Region und dem Winterverlauf ab. Wir haben dem Themenbereich der Überwinterung eine eigene und sehr ausführliche Seite gewidmet: Winterschutz. Wenn man die dortigen Hinweise beachtet sollte man gut gerüstet sein um langfristig Freude mit seinen Pflanzen zu haben.


Pflanzen und Zubehör:

Kälteresistenten Granatapfelbaum Punica granatum 'Provence' kaufen

Granatapfelbäume stellen keine allzu großen Anforderungen an das Substrat in dem sie wachsen. Eine gute Garten- oder Blumenerde wie diese reicht bereits aus.

Guter Dünger, speziell abgestimmt auf die Bedürfnisse von Granatapfelbäumen.

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