Das Exotenzentrum
Die Informationsplattform

GRÜNE ZWERGPALME CHAMAEROPS HUMILIS VAR. HUMILIS

Kurzcharakteristik: Die Zwergpalme ist eine Fächerpalme die meist mehrstämmig wächst, oft buschig ist und selten Wuchshöhen über 4 bis 6 Meter erreicht. Die kompakte, dichte Blattkrone besteht aus vielen kleinen, zumeist recht steif abstehenden Fächerblättern. Der Rand des Blattstiels ist dornig gezähnt. Die Zwergpalme stammt aus dem westlichen Mittelmeerraum und ist an der Mittelmeerküste Marokkos, Algeriens, und Tunesiens anzutreffen. Auch im südlichen Spanien und Italien ist sie zu finden. Dort wächst sie an trockenen, intensiv besonnten Standorten, gerne auch auf Kalk. In Mitteleuropa ist sie eine beliebte Kübelpflanze, die sonnig bis halbschattig stehen kann. Der Wasserbedarf ist nur mäßig. Die Frostgrenze liegt bei ca. -11 °C. Auspflanzen in Mitteleuropa ist nur mit gutem Schutz z.B. mit einem beheizten Winterschutzbau möglich.

Steckbrief:  

  • zur Auspflanzung geeignet (Temperaturminimum beachten)
  • Absolutes Temperaturminimum: -11 °C (vor tieferen Temperaturen muss die Pflanze zwingend geschützt werden)
  • Empfohlener Winterschutz ab spätestens -6 °C
  • In Topfkultur Eignung als Terrassen- oder Balkonpflanze mit kühler und heller Übewinterung (am besten 0-15 °C)->
  • Eignung zur dauerhaften Kultur im hellen Wintergarten/Atrium mit kühler Überwinterung (am besten 0-15 °C)
  • Maximale Wuchshöhe: selten mehr als 6 m
  • Maximaler Kronendurchmesser: bis zu 2,5 m pro Stamm
  • Bewässerung: gering-mittel
  • Bodenbeschaffenheit: mineralisch durchmischt
  • Lichtbedarf: halbschattig - sonnig, direkte Sonne bevorzugt
  • Nährstoffbedarf: mittel, geeigneter Dünger hier

Pflanzung: Bei der Wahl der Pflanzstelle spielt neben ästhetischen Gesichtspunkten auch das Makro- und das Mikroklima eine wichtige Rolle. Die Palme sollte einen möglichst sonnigen Standort im Garten bekommen und eine Pflanzung an einer warmen Stelle im Garten kann die Überwinterung vereinfachen. Halbschattige Standorte werden ebenfalls toleriert, allerdings verlängern sich die Blattstiele (vor allem bei schattigem Standort) überproportional, da die Pflanze versucht an Licht zu kommen. Sollten Sie die Palme sehr exponiert und windig pflanzen, so muss der Winterschutz evtl. etwas stärker ausfallen.

Nun aber zum Pflanzloch: Glücklicherweise wachsen Zwergpalmen in den meisten Erden relativ problemlos (so reicht bei Topfkulturen normale Garten- bzw. Blumenerde ohne mineralische Durchmischung), Lediglich konstante Staunässe sollte vermieden werden. Deswegen empfiehlt sich bei Freilandpflanzungen zur besseren Drainage (also zum besseren Wasserabfluss) die Erde mineralisch zu durchmischen, z.B. mit Kies, Sand, Split o.ä.. Die Breite und Tiefe des Pflanzloches sollte der Größe der Pflanze und des Wurzelballens Rechnung tragen und lieber üppig bemessen sein. Das Pflanzloch sollte etwas tiefer als der Wurzelballen sein und mit Gartenerde bis zur Unterkante des Wurzelballens aufgefüllt werden. Verfüllen Sie die freien Stellen links und rechts neben dem Wurzelballen ebenfalls mit gewöhnlicher Gartenerde. Die im Topf bestehende Oberkante der Erdschicht sollte auch in der Freilandpflanzung die Oberkante darstellen. Spezielle Drainageschichten unterhalb des Wurzelballens (Kiesfilterschicht) sind nur bei schweren (Lehm-)Böden mit stehendem Wasser von Nöten. Gegebenenfalls kann bei sehr sandigen Böden eine Aufbesserung des Nährstoffspeichergehalts durch humose Durchmischung nötig sein. Auch wenn Zwergpalmen recht tolerant sind was die Regeneration des Wurzelsystems nach einem verpflanzen betrifft, so sollten Sie doch darauf achten den Wurzelballen samt Erde aus dem Topf möglichst unbeschadet in das neue Pflanzloch einzusetzen. Gegebenenfalls kann anfangs gegen ein Umkippen bei Sturm eine Stabilisierung mit einem geeigneten Material, z.B. stabiler Stock nötig werden, bis sich die Pflanze fest verwurzelt hat. Achtung, die Pflanze hat scharfe Dornen an den Blattstielen.

Pflege: Die Grüne Zwergpalme ist ein relativ anspruchsloser Zeitgenosse, in Topfkultur reichen ihr je nach Standort normale Wassergaben. Mit Düngergaben sollten sie ebenso verfahren, in regelmäßigen Abständen in normaler, nicht übertriebener Menge, am besten mit einem Palmendünger. Ausgepflanzt kann nach ein paar Jahren zumeist auf zusätzliche Wassergaben verzichtet werden, auch sind hier Düngergaben nicht mehr von Nöten. Eine Wasserversorgung im Winter ist jedoch gerade bei Topfkulturen wichtig, als immergrüner Baum verdunstet die Pflanze auch im Winter Wasser und muss dies aus möglichst ungefrorenen Töpfen nachziehen können. In Freilandkultur profitiert diese Art von der eher geringen Wasseraufnahme, so dass sie auch einmal mit längeren Dauerfrostperioden klar kommt. Generell empfehlen wir jedoch bei allen Palmen einen einfachen Wurzelschutz im Winter, damit die Palme Wasser ziehen kann wenn sie es benötigt. Genaueres hierzu in der  Rubrik Winterschutz.

Winterschutz: Da die die Überwinterung von Grünen Zwergpalmen für gewöhnlich nur mit gutem Winterschutz gelingt (es sei denn sehr günstiger Standort oder milder Winter), haben wir diesem Themenbereich eine eigene, sehr ausführliche Seite gewidmet: WINTERSCHUTZ. Wenn Sie die dortigen Hinweise beachten sollten Sie gut gerüstet sein und langfristig Freude mit Ihren Palmen haben.