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JAPANISCHE FASERBANANE MUSA BASJOO

Kurzcharakteristik: Musa basjoo ist eine ursprünglich aus Asien stammende & sehr schnell wachsende Vertreterin ihrer Gattung. So ist es nicht unüblich dass mehrjährig ausgepflanzte Exemplare innerhalb weniger Monate 4-5 Meter hohe Stauden bilden - und das obwohl sie vor dem Winter gekappt wurden. Dieser Rückschnitt und der spezielle Überwinterungsschutz stellen die Grundlage zum Erfolg der Freilandpflanzung dar. Essbare Früchte bildet diese Art jedoch nicht, eventuell reifende Früchte haben nur Ziercharakter.

Steckbrief:  

  • zur Auspflanzung geeignet (Temperaturminimum beachten)
  • Absolutes Temperaturminimum: bis ca. -10 °C (vor tieferen Temperaturen muss die Pflanze zwingend geschützt werden). Oberirdische Pflanzenteile sterben schon beim leichtem Frost ab, das in der Erde sitzende Rhizom überlebt geschützt jedoch tiefere Temperaturen
  • Empfohlener Winterschutz ab spätestens 0 °C
  • In Topfkultur Eignung als Terrassen- oder Balkonpflanze mit kühler oder warmer, heller Überwinterung im Innenraum (am besten 0-20 °C).
  • Eignung zur dauerhaften Kultur im hellen Wintergarten/Atrium mit kühler oder warmer Überwinterung (am besten 0-10 °C)
  • Maximale Wuchshöhe: selten mehr als 6m
  • Bewässerung: hoch
  • Bodenbeschaffenheit: recht anspruchslos
  • Lichtbedarf: sonnig bis halbschattig
  • Nährstoffbedarf: mittel-hoch

Pflanzung: Bei der Wahl der Pflanzstelle spielt neben ästhetischen Gesichtspunkten auch das Makro- und das Mikroklima eine wichtige Rolle. Die Faserbanane sollte einen möglichst sonnigen Standort im Garten bekommen und eine Pflanzung an einer windgeschützten, warmen Stelle im Garten kann die Überwinterung deutlich vereinfachen. Sollten Sie die Rebe exponiert und windig pflanzen wollen, so muss der Winterschutz evtl. etwas stärker ausfallen. Generell begünstigen windige Standorte das Einreißen der Blätter. Nun aber zum Pflanzloch: Glücklicherweise wachsen Musas in den meisten Erden relativ problemlos (so reicht bei Topfkulturen normaler Garten- bzw. Blumenerde ohne mineralische Durchmischung), Lediglich konstante Staunässe sollte vermieden werden. Deswegen empfiehlt sich bei Freilandpflanzungen zur besseren Drainage (also zum besseren Wasserabfluss) die Erde mineralisch etwas zu durchmischen, z.B. mit Kies, Sand, Split o.ä.. Die Breite und Tiefe des Pflanzloches sollte der Größe der Pflanze und des Wurzelballens Rechnung tragen und lieber üppig bemessen sein. Das Pflanzloch sollte etwas tiefer als der Wurzelballen sein und mit Gartenerde bis zur Unterkante des Wurzelballens aufgefüllt werden. Verfüllen Sie die freien Stellen links und rechts neben dem Wurzelballen ebenfalls mit gewöhnlicher Gartenerde. Die im Topf bestehende Oberkante der Erdschicht sollte auch in der Freilandpflanzung die Oberkante darstellen. Spezielle Drainageschichten unterhalb des Wurzelballens (Kiesfilterschicht) sind nur bei schweren (Lehm-) Böden mit stehendem Wasser von Nöten. Gegebenenfalls kann bei sehr sandigen Böden eine Aufbesserung des Nährstoffspeichergehalts durch humose Durchmischung nötig sein. Achten Sie darauf den Wurzelballen samt Erde aus dem Topf möglichst unbeschadet in das neue Pflanzloch einzusetzen. Gegebenenfalls kann anfangs gegen ein Umkippen bei Sturm eine Stabilisierung mit einem geeigneten Material, z.B. stabiler Stock nötig werden, bis sich die Pflanze fest verwurzelt hat.

Pflege: Das enorme, saisonale Wachstum der Faserbanane bedingt einen großen Wasser- und Nährstoffbedarf. Dies fällt sowohl im Topf wie auch im Freiland auf - Bananenstauden ziehen regelrecht das Wasser aus dem Boden. Es darf also reichlich gegossen werden, allerdings sollte die Pflanze auch nicht beständig unter Wasser stehen, das halten die Wurzeln auf Dauer nicht durch. Gedüngt werden sollte mit einem geeigneten Dünger um die gewaltige Biogrünmasse versorgen zu können.

Winterschutz: Die Überwinterung ist mit Sicherheit der komplizierteste Teil einer Bananenkultivierung. Am besten kappen Sie vor dem Winter die Stauden auf  einer Höhe zwischen 50-100cm und dämmen den verbliebenen Strunk und das im Boden sitzende Rhizom sehr dick mit geeignetem Material wie beispielsweise Stroh, Blätter, o.ä.. Tipp: ein vorher großzügig um den Strunk aufgebautes Gestell z.B. aus Stecken, Latten oder einem Hasenstallzaun ermöglicht das Dämmmaterial dicht am Strunk zu halten. Decken Sie den gedämmten Bereich mit leicht wasserdurchlässigem (z.B. Bambus-oder Schilfmatten) Material ab, das jedoch einen Teil des Wassers abführt.. Es darf noch Wasser an die Pflanze kommen, es darf jedoch auch nicht soviel sein dass es fault. Deswegen sollten die Seiten zur Zirkulation auch immer offen bleiben. Generelle Hinweise zum Thema Winterschutz finden Sie auch auf einer eigenen Seite: WINTERSCHUTZ. Wenn Sie diese Hinweise beachten sollten Sie gut gerüstet sein und langfristig Freude mit Ihren Pflanzen haben.